Norwegen 2

Tag 6 - 15.07.2014 - Honningsvag, Nordkap, Tenderhafen
Ankunft: 19:00 Uhr. Letztes Tenderboot: 02:00 Uhr. Sonnenaufgang/ Sonnenuntergang: --:--
Yippi - Nordkapfieber - Honningsvag - Schiff ankert - Sonnenschein um 19:00 Uhr. Wir tenderten zum kleinen Ort Honningsvag und hatten plötzlich Winterkleidung an. Auf dem Meer waren zwei Passagiere erkrankt und mit dem Hubschrauber in ein Krankenhaus an Land geflogen worden. Deshalb verschob sich die Ankunft um zwei Stunden. Die Aufenthaltszeit wurde entsprechend verlängert.
Der Heli schwebte auf dem offenen Meer bei starkem Wind über dem Deck 12 und hatte es nicht einfach, die Passagiere mittels Seil hochzuziehen.
Die Insel Mageroya ist durch den Nordkaptunnel mit dem Festland verbunden. An einer der Inselspitzen liegt das Nordkap. Es ist jedoch nicht der nördlichste Punkt Europas. Dieser befindet sich nämlich drei Kilometer weiter westlich auf der Spitze "Knivskjellodden".
Die Gäste, die den Bustransfer gebucht hatten, fuhren nun zu unterschiedlichen Zeiten zum Nordkap. Die Fahrt dauerte 50 Minuten. Es war etwas nebelig, doch die Mitternachtssonne strahlte an manchen Stellen unglaublich. Nun entdeckten wir auch Rentiere auf den Wiesen am Wegesrand. Die Fahrt führte an zwei Hotels und Campingplätzen vorbei. In Norwegen ist freies Campen überall erlaubt.
Endlich, wir waren da. Der Bus stoppte vor dem Nordkap und wir hatten eine Stunde Aufenthalt.
Honningsvag
Mitternachtssonne
Rentier
Ups, das Nordkap empfing uns mit eiskaltem Wind, Sturm und dichtem Nebel! Mütze auf, Handschuhe an, Schal vors Gesicht und los. Wir liefen durch ein Gebäude mit großer Halle und steuerten direkt auf die Nordkap-Kugel zu. Das war bei dem Nebelsturm gar nicht so einfach. An der Nordkap-Kugel schossen wir Fotos. Zur weiter unten gelegenen Panoramaaussicht gelangten wir aufgrund des Sturms nicht. Deshalb bevorzugten wir die Rückkehr zur Nordkaphalle. Dort gibt es einiges zum Bewundern: Eine Ausstellung, Souvenirshop, ein Postamt mit Nordkapurkunden, ein Kino, eine Grotte, Panorama Café, und kleine Kapellen. Wir verschickten eine Postkarte mit Nordkapstempel und reihten uns dazu in eine Schlange beim Postamt ein.
Trotz Nebelsturm hat sich der Ausflug zum Nordkap gelohnt.
Im Sommer ist das Nordkap auch mit öffentlichen Bussen erreichbar. Diese fahren nur zu bestimmten Uhrzeiten, so dass die rechtzeitige Rückkehr zum Schiff ungewiss ist. Das Nordkap ist auch per Mietwagen und Taxi erreichbar. Kaum jemand plant allerdings auf der recht einsamen Strecke eine Panne ein, so dass auch hier die rechtzeitige Hilfe und Rückkehr zum Schiff nicht immer zeitnah gewährleistet ist.
Das I-Tüpfelchen verpassen die meisten Passagiere, denn sie übersehen schlicht und einfach die Artico Ice-Bar, die sich in der Nähe des Schiffsanlegers befindet. Die Besichtigung war uns 139 Kronen Eintritt pro Person wert. Im Eintrittspreis sind zwei köstliche alkoholfreie Drinks in kleinen Eisbechern und FUN enthalten. Die Icebar öffnet, sobald Gäste eintreffen. Manche schauen, manche schießen Fotos, manche bleiben etwas dort.
Toll, die Sonne ging nicht unter und tauchte unsere Fotos in ein besonderes Licht.
An Bord ging man noch nicht schlafen. Der Anckelmannsplatz hatte in dieser Nacht bis 02:00 Uhr geöffnet. Einige Passagiere saßen bis zum Ablegen am Grillrestaurant an Deck. Sie genossen das schöne Sonnenlicht. Andere machten es sich in der TUI-Bar gemütlich.
Honningsvag
Fahrt zum Nordkap
Nordkap
Nordkap
Honningsvag
Honningsvaf
Eisbar
Eisbar
Eisbar
Norwegen
Die Menschen in Honningsvag leben hauptsächlich vom Fischfang und dem Tourismus. Es gibt einen kleinen Strand, den die Einwohner liebevoll "Copacabana" nennen. Der Flughafen ist nur für kleine Flugzeuge gedacht, da es nur eine kurze Landebahn gibt.
Im Sommer ist es drei Monate lang hell. Die Sonne geht in dieser Zeit nicht unter. Im Winter ist es vier Monate lang nur 4 Stunden am Stück hell, ansonsten dunkel. Die Sonne geht in dieser Zeit fast nicht auf. Dafür sind die winterlichen Polarlichter sehr schön anzusehen. Die Straße zum Nordkap ist im Winter meist gesperrt, weil sie dann stark verschneit ist. An geeigneten Tagen fahren dennoch Linienbusse hinter einem Schneeräumfahrzeug die Straße zum Nordkap entlang (in Kolonne). Ansonsten ist die Straße lediglich in den drei hellen Sommermonaten durchgehend geöffnet.

Tag 7 - 16.07.2014 - Alta. Je nach Gezeiten wurde getendert/ ein Shuttle-Bus ins Zentrum eingesetzt.
Ankunft: 11:00 Uhr. Abfahrt: 22:00 Uhr. Sonnenaufgang/ Sonnenuntergang: --:--
Nach dem Nordkap-Erlebnis stand der zwischen Fjorden und Schluchten liegende Ort Alta auf dem Plan. Die größte Stadt in Nordnorwegen hat 20.000 Einwohner, einen Flughafen, welcher eine wichtige Verbindung ins Ausland darstellt. Die Wanderwege sind beliebt. Viele Norweger besitzen hier Wochenendhäuser ohne fließendes Wasser, ohne Strom/Heizung. Sie finden das gemütlich.
Es gibt eine Universität mit 3.000 Studenten und eine Nordlichtkathedrale. In Alta finden auch die größten Hundeschlittenrennen statt. Für 1.000 km wird ein Gespann mit 8 bis 14 Hunden eingesetzt. Insgesamt starten ca. 1.000 Hunde.
Das besondere an Alta ist, dass man hier die Nähe und den Kontakt zu den Sami's mit ihren Rentieren haben kann. In Alta gibt es Sami-Camps, die man alleine oder in Gruppen aufsuchen kann. Mit der TUI-Cruises-Gruppe besuchten wir ein kleines Camp, welches gerade 4 Rentiere vor Ort hatte. Wir hatten ca. 18 Grad Celsius, es war etwas windig. Ein Sami berichtete über die Samische Tradition und Kultur und führte uns durch das Gelände. Dort konnten wir das Lasso werfen probieren. Die Rentiere standen hautnah vor uns, waren jedoch durch einen Zaun von uns getrennt.
Anschließend fuhren wir zu dem Gelände mit den berühmten Felszeichnungen. Die ältesten Zeichnungen sind 6000 Jahre alt und bilden meist Rentiere ab. Für den Rundgang benötigt man eine gute Stunde. Am Ausgangspunkt gibt es einen schönen Panoramablick auf das große Gelände sowie ein Café. Die Stadt Alta ist ziemlich langgestreckt. Lt. Aussage der Passagiere, die die Stadt erkundeten, gab es dort nichts Besonderes zu sehen. Das Wetter spielte bei 22°C mit.
Alta Samizelt
Alta Samicamp
Alta Samicamp
Rentier
Rentier
Rentier
Alta Samicamp
Alta Samicamp
Alta Samicamp
Alta Samicamp
Alta Puppe Samitracht
Alta Felszeichnungen
Alta Felszeichnungen
Alta Felszeichnungen
Alta Felszeichnungen
Alta befindet sich in der Region Finnmark. Die Finnmark ist so groß wie die Schweiz. Im Winter ist es stürmisch, mit vielen Schneeverwehungen, und 9 bis -40°C kalt. Pro km2 leben dort ca. 1,5 Menschen. Viele Touristen besuchen Alta im Winter und bestaunen die bei klarem Himmel sichtbaren Nordlichter. Nicht umsonst wird Alta die Stadt der Nordlichter genannt. Im Winter ist weiterhin das größte Icehotel von Norwegen eine Attraktion. Man kann sich Schneemobile ausleihen. In der Polarnacht kann man zu jeder Tages- und Nachtzeit Langlauf auf beleuchteten Routen unternehmen.
Alta besitzt keine Altstadt, da die Stadt im Krieg zerstört wurde.
In der Region laufen ca. 250.000 Rentiere frei herum Diese sind scheu und zeigen sich kaum. Besitzer der Rentiere sind die Samis. Die Tiere mögen das Klima in Norwegen. Brutzeit ist im Herbst. Ein Kalb bekommt manchmal sogar Zwillinge. Die natürlichen Feinde der Rentiere sind Vielfraße, Bären und Adler. Rentiere beißen nicht und besitzen oben keine Zähne. Auch Elche leben in der Finnmark, sind allerdings auch sehr scheu.
Der Fluss, der durch Alta fließt, ist bekannt für das Lachsfischen. Hier soll man die besten Lachse fischen können (nur mit Lizenz).
Die Samis ziehen stets um. Sie leben nicht nur von und mit den Rentieren, sondern haben alle Berufe gelernt. Sie sprechen ihre eigene Sprache und norwegisch. Sie haben ein eigenes Parlament.

Tag 8 -17.07.2014 -Tromsö - Tor zum ewigen Eis.
Hauptstadt Nordnorwegens nördlich des Polarkreises mit ca. 70.800 Einwohnern
Ankunft: 08:00 Uhr. Abfahrt: 18:00 Uhr. Sonnenaufgang/ Sonnenuntergang: --:--
Entfernung bis zum Polarkreis: Luftlinie 344 km
Tromsö liegt auf der Insel Tromsoy und ist mit dem Festland durch die Tromsö-Brücke verbunden.
Plop, das Tor zu Spitzbergen, zum Nordpol und zur Arktis empfing uns mit Platzregen und einer Temperatur von 13 Grad Celsius. Von hier aus starten die Nordpol-Expeditionen, was ich sehr interessant finde.
Der Mein Schiff Shuttle-Bus (Tagesticket 7 Euro p.P.) setzte uns im Zentrum von Tromsö an der Touristeninformation ab. Dort sind Stadtpläne und Informationsmaterial gratis erhältlich. Von dort aus liefen wir zum Meer hinunter und rechts entlang bis zum Polaris (Polarzentrum). Der Eintrittspreis beträgt 14 Euro. Zunächst wird im Kino ein interessanter und schöner Panoramafilm über die Arktis in Spitzbergen vorgeführt. Das weckte unser Interesse an Spitzbergen. Ein Gast berichtete, dass die Hauptstadt Longyearbyen auf Spitzbergen nicht ansehnlich sei, da dort Kohle abgebaut wird. Die Landschaft sei dort schön, wo sich die Eisbären aufhalten. Wir gelangten zu einem kleinen Aquarium mit Seerobben, Krebsen, Fischen etc.  Nach dem Verlassen des Polarzentrums gingen wir zurück in Richtung Post und liefen an der Kirche und der nördlichsten Brauerei Mack vorbei bis zum historischen Stadtzentrum. In dessen Fußgängerzone befinden sich hübsche bunte Holzhäuser und Geschäfte. Wer sehr gut zu Fuß ist, kann über die Brücke bis zur 1965 erbauten Eismeerkathedrale laufen, welche einen sehr schönen Lichteinfall hat.
Später erkundeten wir Tromsö mittels einer kleinen Bimmelbahn, welche 150 Kronen p. P. inklusiv Informationen per Kopfhörer kostete. Sie hält oberhalb der Kirche. Die Rundfahrt dauert 30 Minuten und führt nicht über die Brücke zur Eismeerkathedrale. Alternativ kann man mit öffentlichen Bussen fahren. Fahrpläne hängen an den Haltestellen aus. Bei gutem Wetter lohnt es sich zudem, mit dem Bus bis zur Seilbahn Fjellheisen zu fahren, welche auf den Hausberg Storsteinen hinauffährt.
Tromsö Polarzentrum
Tromsö Polarzentrum Kino
Tromsö Polarzentrum
Tromsö
Tromsö
Tromsö Eismeerkathedrale
Tag 9 - 18.07.2014 - dritter Schiffstag - auf dem Weg nach Alesund (599 nautische Seemeilen)
Sonnenaufgang: --:-- / Sonnenuntergang: 23:35 Uhr
Yeapp - Schiffstag! Wir genossen das Schiff bei 14°C. Wie gestaltet man einen Schiffstag? Wir haben uns die Rezeption des Hospitals angeschaut und mit der Krankenschwester Gloria Butt gesprochen, die nautische Sprechstunde besucht und die Informationen des Kapitäns und seiner Offiziere aufgenommen. Die Passagiere stellten viele Fragen, die alle beantwortet wurden. Wir nahmen beim Stammgäste-Empfang teil und tauschten uns mit anderen Stammgästen aus, genossen das besondere Buffet. Wir gingen über und durch das Schiff, schossen Fotos, naschten vom Buffet am Pool. Trainierten im Sportstudio ein paar Pfunde ab. Besuchten einen Malkurs. Bewunderten die Kunstwerke in der Kunstgalerie. Man kann auch in die Sauna gehen, schwimmen, sich ein Buch aus der Bibliothek ausleihen, Karten spielen, sich in eine Hängematte legen oder Fußball gucken. Im "Neuer Wall" bummeln oder shoppen. Auf der Wii-Konsole spielen. Den Kids-Club besuchen. Ins Theater gehen. Den Lektoren zuhören. Im "Himmel und Meer" faulenzen und die Wolken an sich vorbeiziehen lassen. Shuffle-Bord spielen. Quark-Limone-Eis essen. Im Surf & Turf Restaurant das Lieblingsgericht des Kapitäns probieren: Filet Mignon mit Langustenschwanz. Es gibt so herrlich viele Möglichkeiten.
Schaaade, die Sonne ging ab heute wieder unter!
Bordmonitor
Nautische Sprechstunde
Nautische Sprechstunde
Whirlpool
An Deck
Restaurant Atlantik
Handtuchkarten
Tagesprogramm
Sushibar
Lecker
Köstlichkeiten
Tag 10 - 19.07.2014 - Alesund
Ankunft: 07:00 Uhr. Abfahrt: 13:00 Uhr Sonnenaufgang: 04:24 Uhr / Sonnenuntergang: 22:59 Uhr

Was für eine schöne Stadt mit südlichem Mittelmeerflair bei 22°C! Alesund ist von lauter kleinen Inseln umgeben. Die ganze Schönheit wird ersichtlich, wenn man zum Hausberg Aksa hinauffährt und vom Aussichtspunkt auf die Stadt und die Inseln hinunterblickt. Vom Hafenterminal aus gelangt man zu Fuß ins Stadtzentrum mit hübschen Geschäften. Im dahinterliegenden Innenhafen lässt sich gut flanieren.
Alesund
Alesund
Alesund
Alesund
Aussichtspunkt auf dem Berg Aksla
Alesund Altes Haus
Alesund
Alesund
Alesund
Tag 11 - 20.07.2014 - vierter Schiffstag
Sonnenaufgang: 05:10 Uhr / Sonnenuntergang: 21:58 Uhr / 20°C
Die Fahrt neigte sich dem Ende zu. Vor dem Koffer packen war Relaxen angesagt. Unsere Koffer stellten wir im Laufe des Abends vor die Kabinentür. Das Theater war am Abend sehr gut besucht. Die Verabschiedung der Crew mit eigener Show stand auf dem Programm! Unser Kabinensteward erzählte, dass er mit fünf Kollegen eine besondere Show einstudiert hat. Dann war es soweit. Die Crew überraschte uns mit einem tollen Programm. Unser Kabinensteward (Rock, blonde Perücke) tanzte mit seinen Kollegen auf der Bühne Can Can. Die Crew bekam tosenden Applaus. Sogar der Moderator wurde mit Fanrufen überschüttet. Anschließend wurde die Seekarte verlost. Die After Show verbrachten wir auf dem Pooldeck.
An Deck
Meer
Abschied der Crew
Verabschiedung der Crew
Verabschiedung der Crew
Cocktail
Tag 12 - Ankunft in Hamburg
Ziemlich früh legten wir in Hamburg an. Die Kabine musste bis 09:00 Uhr geräumt sein. Gäste mit dem An- und Abreisepaket konnten ihre restlichen Sachen im Koffer verstauen, welche der Reihe nach im Zelt vor dem Schiff aufgebaut waren. Es gab einen Bus-Shuttle-Service zum Hauptbahnhof in Hamburg. Dort trafen wir auf die Gäste der nächsten Tour. Wir besichtigten Hamburg mit einem Rundfahrtbus, welche vor dem Hauptbahnhof starten. Ade Mein Schiff 1, bis zum nächsten Mal.
Hamburg
Hamburg
Hamburg
Zum Teil 3                                                                                                                                                      
                                                                                                                                                                                
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